Österreich gilt als eines der bedeutendsten Länder für Marillenanbau und Marillenbrennerei – besonders die Wachau und Vorarlberg stehen für hochwertige Destillate. Aber welche Destillerien produzieren wirklich außergewöhnlichen Marillenschnaps? Und was macht den Unterschied zwischen einem einfachen Hausschnaps und einem Prämiumdestillat aus? Dieser Ratgeber gibt einen Überblick.
Was macht guten Marillenschnaps aus?

Die Qualität eines Marillenschnapses beginnt bei der Frucht. Nur reife, aromatische Marillen – idealerweise alte Sorten mit höherem Zuckergehalt und intensiverem Duft – liefern die Grundlage für ein herausragendes Destillat. Industrielle Brennereien verwenden oft Massenware oder Konzentrat; die besten Brennereien verarbeiten ausschließlich frische, sorgsam ausgewählte Früchte.
Weitere Qualitätsmerkmale:
- Sorte: Alte Marillen-Sorten (Klosterneuburger, Ungarische Beste) bringen mehr Aroma als moderne Zuchtarten
- Vergärung: Langsame, kontrollierte Gärung erhält flüchtige Aromastoffe
- Destillation: Schonende Kupferbrennblasen statt Kolonnendestillation
- Lagerung: Edelstahltank (fruchtig, frisch) oder Holzfass (komplex, warm)
Die Top-Destillerien für Marillenschnaps in Österreich
1. Feinbrennerei Prinz – Vorarlberg

Die Feinbrennerei Prinz aus Hörbranz am Bodensee gehört zu den bekanntesten Kleinbrennereien Österreichs. Gegründet von Hans Prinz, heute in zweiter Generation geführt, steht die Brennerei für kompromisslose Handwerksarbeit: ausschließlich frische Früchte, traditionelle Kupferbrennblasen, keine Aromazusätze.
Die Alte Marille von Prinz wird aus alten österreichischen Marillen-Sorten destilliert – Früchten, die mehr Tiefe und Eigencharakter mitbringen als moderne Züchtungen. Das Ergebnis: 91 von 100 Punkten in der bergsommeliers-Bewertung. Reife Frucht, sanfte Wärme, ein langer eleganter Abgang.

0,35 L · 91/100 · Reife Marillen-Aromatik, elegant und warm
Jetzt im Prinz-Shop ansehen
Für Einsteiger, die einen zugänglicheren Einstieg suchen, bietet sich der Hausschnaps Marille an – milder im Alkohol (34 Vol.%), größere Flasche (0,5 L), niedrigerer Preis.

0,5 L · 87/100 · Zugänglich, alltagstauglich
Jetzt im Prinz-Shop ansehen
2. Lantenhammer – Bayern (mit Österreich-Bezug)

Streng genommen ist Lantenhammer eine bayerische Brennerei – aber sie sitzt in Hausham am Fuß der Alpen und arbeitet mit Früchten aus dem Alpenraum, darunter auch österreichische Marillen. Die Destillate von Lantenhammer haben sich international einen Namen gemacht, insbesondere auf Prämierungen wie der Bar Convent Berlin.
Der Lantenhammer Marillenbrand ist ein sauberes, charakterstarkes Destillat mit deutlicher Fruchtaromatik. Qualitativ auf höchstem Niveau – preislich entsprechend anspruchsvoll. Für Kenner, die Vergleiche mögen und bereit sind, mehr zu bezahlen.
Erhältlich im Fachhandel und bei ausgewählten Online-Händlern für Spirituosen.
3. Reisetbauer – Oberösterreich
Hans Reisetbauer gilt als einer der renommiertesten Obstbrenner Österreichs. Seine Marille – hergestellt aus Wachauer Marillen – gehört zu den am höchsten bewerteten Österreichs. Der Stil ist kühl, prazise, fast mineralisch – anders als die warm-fruchtige Linie von Prinz, aber ebenso überzeugend.
Reisetbauer ist im gut sortierten Spirituosen-Fachhandel verfügbar. Wer einen direkten Vergleich möchte: Reisetbauer Marille neben Prinz Alte Marille – zwei völlig verschiedene Interpretationen derselben Frucht.
4. Rochelt – Tirol
Rochelt aus Rum bei Innsbruck ist in der Welt der Schnaps-Kenner eine Legende. Kleine Mengen, handverlesen, ausschließlich aus eigenem Anbau – die Destillate von Rochelt zählen zu den teuersten und rarsten Obstbränden Österreichs. Die Marille von Rochelt ist kein Alltagsschnaps, sondern ein Sammlerobjekt.
Für den normalen Kauf ist Rochelt kaum zugänglich – direkte Abgabe nur an der Brennerei oder über wenige ausgewählte Händler.
Vergleich: Welche Destillerie passt zu wem?
| Brennerei | Stil | Preis | Kaufen |
|---|---|---|---|
| ⭐ Prinz Alte Marille | Warm, fruchtig, elegant | ab ~16 € | Im Shop |
| Lantenhammer | Intensiv, klar, alpin | ab ~25 € | Fachhandel |
| Reisetbauer | Kühl, mineralisch, präzise | ab ~30 € | Fachhandel |
| Rochelt | Rar, komplex, Sammlerniveau | ab ~80 € | Nur direkt |
Preis je 0,35–0,5 L, Stand 2026. Prinz direkt über Prinz-Shop bestellbar; andere über Spirituosen-Fachhandel.
Warum Prinz die beste Wahl für den direkten Kauf ist

Reisetbauer und Rochelt sind exzellent – aber schwer zugänglich. Lantenhammer ist im Online-Handel verfügbar, aber deutlich teurer. Prinz bietet das beste Preis-Qualitäts-Verhältnis im direkten Online-Kauf: 91 von 100 Punkten, direkt bestellbar, fairer Preis.
Wer tiefer einsteigen möchte, kann beim Prinz-Shop auch den Prinz 333 Marille Hafele Barrique entdecken – die im Holzfass gereifte Variante des Marillendestillats, die eine weitere Geschmacksdimension eröffnet.
Häufige Fragen zu Marillenschnaps aus Österreich
Woher kommen die besten Marillen für österreichischen Schnaps?
Die bekannteste Anbauregion ist die Wachau in Niederösterreich – das dortige Kleinklima erzeugt besonders aromatische Früchte. Auch aus dem Burgenland und Tirol kommen hochwertige Marillen. Die Feinbrennerei Prinz in Vorarlberg arbeitet mit alten österreichischen Sorten, die mehr Eigencharakter mitbringen als moderne Massenware.
Was ist der Unterschied zwischen Alte Marille und Hausschnaps Marille bei Prinz?
Die Alte Marille (41 Vol.%) verwendet ausschließlich alte Marillen-Sorten und ist das Prämiumprodukt – mehr Komplexität, mehr Tiefe, höherer Alkohol. Der Hausschnaps Marille (34 Vol.%) ist zugänglicher, milder und preiswerter – ideal als Einstieg oder Alltagsschnaps. Beide sind direkt im Prinz-Shop verfügbar.
Kann ich Marillenschnaps aus Österreich nach Deutschland bestellen?
Ja. Die Feinbrennerei Prinz liefert direkt nach Deutschland. Versandkosten und Lieferzeiten sind auf der Website des Prinz-Shops angegeben.
Wie trinkt man Marillenschnaps richtig?
Am besten leicht gekühlt – etwa 8–12 °C – aus einem kleinen Tulpen- oder Nosing-Glas. So entfalten sich die Aromen am besten. Marillenschnaps passt als Digestif nach dem Essen, zu Mandelgebäck oder zu einem Stück dunkler Schokolade.
