
Prinz Alte Himbeere
Feinbrennerei Prinz · Vorarlberg, Österreich
Bergsommeliers-Bewertung
Die Alte Himbeere zeigt, was drei Jahre Eichenfass mit einem filigranen Beerendestillat machen können. Die Himbeere bleibt klar erkennbar — elegant statt marmeladig. Nicht ganz auf dem Niveau der Alten…
Preisvergleich
1 AngebotUnsere Bewertung
Sehr gutGeschmacks-DNA
RedaktionellVerkostungsnotizen
Nase
Frische Himbeere, klar und sauber — nicht marmeladig, sondern wie ein Gang durch den Garten im Hochsommer. Dahinter Waldbeeren-Nuancen und eine leicht blumige Note, vermutlich vom Himbeerbaum selbst. Das Eichenfass bringt dezente Vanille und einen Hauch von warmem Holz.
Gaumen
Elegant und filigran. Die Himbeere trifft auf feine Holznoten, die Textur ist samtig ohne schwer zu sein. Weniger üppig als die Alte Williams, dafür raffinierter. Der Alkohol ist gut eingebunden, die Balance zwischen Frucht und Fass stimmt. Im Mittelteil zeigt sich eine überraschende leichte Würze.
Abgang
Mittel, die Himbeere klingt sauber aus, begleitet von einer feinen Bitterkeit die an Himbeerkerne erinnert. Nicht ganz so lang wie bei der Alten Williams, aber elegant. Eine leichte Würze bleibt als letzter Eindruck.
Unser Fazit
Die Alte Himbeere zeigt, was drei Jahre Eichenfass mit einem filigranen Beerendestillat machen können. Die Himbeere bleibt klar erkennbar — elegant statt marmeladig. Nicht ganz auf dem Niveau der Alten Williams, aber ein eigenständiger, hochwertiger Brand der seine Stärken in der Raffinesse hat. Für alle die bei Beeren-Destillaten die Fassreifung erleben wollen.
Empfehlung
- Für wen
- Kenner, Liebhaber von Beerendestillaten
- Level
- Kenner
- Temperatur
- 16–18°C
- Glas
- Nosingglas
- Alternative
- Scheibel Alte Himbeere, Unterthurner Waldler
Häufige Fragen
Die Williams ist üppiger und fruchtbetonter, die Himbeere ist feiner und eleganter. Die Himbeere hat mehr blumige und leicht bittere Noten, die Williams mehr Süße und Holz.
Himbeeren haben wenig Zucker — man braucht deutlich mehr Frucht für die gleiche Menge Brand. Das treibt den Rohstoffpreis und damit den Endpreis.
Kann man, sollte man aber nicht. Die filigranen Aromen gehen in Cocktails verloren. Pur bei 16–18°C bringt den vollen Charakter.
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